Kürbis rot-orange-grün

Halloween ist vorbei, Karneval ist vorbei, und auch die Kürbissaison neigt sich ihrem Ende zu. Deshalb gab es noch schnell Kürbisvariationen.

Hokkaidopommes mit Erbsendip: mein erster Versuch, und so sahen sie auch aus. Gewinnen keinen Preis für Schönheit, aber die Kombination mit Erbsen ist interessant, darauf wäre ich selbst nicht gekommen. Interessant im Sinn von ungewohnt, aber ungewohnt lecker.

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Hokkaido- und Muskatpommes mit Basilikum-Ketchup: Muskat sieht eher nach Pommes aus, Hokkaido schmeckt besser. Leider wurden diese Exemplare matschig anstatt knusprig, aber wenn sie noch länger im Ofen geblieben wären, wären sie verbrannt. Angeblich soll es helfen, ab und zu die Backofentür aufzumachen, damit Dampf entweichen kann. Habe ich leider erst hinterher erfahren.

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Butternutpommes: der Blutorangendip ist extrem lecker, aber nicht zu meinen Kürbispommes. Butternut lässt sich von den drei Sorten, die ich ausprobiert habe, am besten zu „Pommes“ verarbeiten, und schmeckt mir in dieser Form auch am besten. Hokkaido kommt beim nächsten mal in die Suppe, und der Muskatkürbis darf im Laden bleiben.

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Das Kürbis-Paprika-Gemüse gab es in der ich-bin-zu-blöd-das-Rezept-zu-lesen-Variante, d. h. mit gebratenen Räuchertofu-Sticks und Kokos-Erdnuss-Soße. Die eigentlich geplante Kokos-Panade wurde in diesem Fall zur Soße. Warum eigentlich nicht. Im Magen kommt es ja auch wieder zusammen.

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Zugabe: der Mixed Forces Plate. Ja, ja und nochmals ja. Jedes Einzelelement für sich genommen schon zum Reinlegen lecker, aber in der Gesamtkomposition mit alle-Kombinationen-durcheinanderprobieren noch besser. Ein Essen zum auf-dem-Teller-rummatschen. Wie früher Kartoffeln mit Soße. Oder Vanilleeis mit Apfelsaft. Da kommen Kindheitserinnerungen hoch. Nur diesmal in gesund.

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Sport / Bewegung / Belohnung:

Immer noch Halsschmerzen, Husten, Schüttelfrost, schlapp und mich trotzdem zu Pilates geschleppt. Auf meinen Wunsch hin hat die Trainerin extra gaaanz viele Übungen auf der Rolle gemacht. Das ist eigentlich toll, um verspannte Schulter- und Nackenmuskulatur zu lockern, aber diesmal hat es vor allem geknirscht und geknackt und verdammt weh getan. Wollte die ganzen 90 Minuten lang nur runter von der Rolle und ab ins Bett. Danach konnte ich mich für den Rest der Woche nicht mehr aufraffen, zum Sport zu gehen. Habe mich auch nicht wirklich gewundert, dass ich in den letzten zwei Wochen nicht weiter abgenommen habe.

Und sonst?

In einer Mittagspause war ich im Kaufhof, um Ersatz für meine defekten Küchengeräte zu besorgen, und stolperte dabei auch durch die Lebensmittelabteilung. Keine Ahnung, welcher Teufel mich da verführen wollte. Trotzdem bin ich nur mit einer Flasche Kirschsaft und einem Glas reduzierter Artischockenherzen in Öl rausgegangen, die ich sowieso auf meiner Einkaufsliste stehen hatte. Die Käsetheke, die mich früher sofort angezogen hatte, fand ich diesmal geruchlich nur unangenehm aufdringlich: durch die vegane Ernährung scheinen sich die Geschmacks- und Riechnerven zu sensibilisieren.

Außerdem verstärkt sich die Erkenntnis, dass ich mehr über Ernährung zu wissen scheine als einige Ernährungsberater, z. B. in dieser Diskussionsrunde zum Thema vegane Ernährung, die gerade im WDR läuft. Nein, wir wollen nicht die Welt retten. Wir wollen sie nur ein bisschen besser machen. Jeder entscheidet für sich täglich neu. So, das war mein Wort zum Sonntag.

PS: Die Artischocken habe ich gleich zu einem Dip verarbeitet und prompt bedauert, dass ich nur ein Glas mitgenommen hatte. Aber da diese Woche nochmal hinzugehen übersteigt meine Selbstbeherrschung.